Nachhaltig einkaufen, kochen und verbrauchen

Matthias Schmid

Wie wirtschaftet man nachhaltig im Haushalt?
Die allermeisten Menschen sind mindestens einmal wöchentlich bei einem großen Einkauf im Supermarkt anzutreffen. Produkt um Produkt wandert in den Einkaufswagen, bis schließlich ein Schwung an frischen Waren, aber auch etliche Dosen, Tetrapacks und Gläser auf dem Kassenband landet. Ein nicht unwesentlicher Teil dieses Einkaufs wird früher oder später im Mülleimer landen: Eine Einzelperson wirft in Europa durchschnittlich 7,5 Kilogramm an Lebensmitteln pro Monat weg. Doch wie kommt es dazu? Und wie lassen sich Einkauf und Verbrauch sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltiger gestalten?
Nachhaltig einkaufen, kochen und verbrauchen
Aus ganz unterschiedlichen Gründen streben immer mehr Menschen danach, ein in diversen Aspekten nachhaltigeres Leben zu führen. Das eigene Konsumverhalten stellt hierbei meist den zentralen Ansatzpunkt dar: Mit unseren Kauf- und Verbrauchsentscheidungen tragen wir aktiv dazu bei, den Verbrauch von Plastik und natürlichen Ressourcen zu regulieren, die Verwendung von Flächen zu bestimmen und bestimmte Branchen zu unterstützen.
Werfen wir einen beachtlichen Teil der von uns eingekauften Lebensmittel ungenutzt weg, fällt die Bilanz wenig positiv aus: Wir haben nicht nur unnötigerweise eine ganze Menge Verpackungsmaterial verbraucht sowie indirekt Lagerfläche und Transportdienstleister in Anspruch genommen, sondern auch Nahrungsmittel, die an anderer Stelle vielleicht besser hätten eingesetzt werden können.
Wie passt nun die Tatsache der massiven Verschwendung von Lebensmitteln zum Streben nach einem nachhaltigen Lebensstil? Tatsächlich ist es so, dass die allerwenigsten Menschen bewusst die Entscheidung treffen, Überflüssiges zu kaufen oder Lebensmittel ungenutzt zu lassen. Begründet liegt dieses Verhalten vielmehr in mangelnder Planung: Wir haben keinen Überblick über unsere Vorräte, kaufen bestimmte Produkte doppelt und dreifach und lassen andere, die wir längst vergessen haben, in den Tiefen unserer Vorratskammer verschimmeln.
Gibt es noch Vorratskammern?
Dass es durchaus auch heute noch Vorratskammern gibt und dass diese in Zeiten, in denen Supermärkte beinahe rund um die Uhr ein umfassendes Angebot zur Verfügung stellen, kein bloßes Randgruppenphänomen darstellen, hat sich spätestens mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie gezeigt: Großeinkäufe wurden öffentlich thematisiert und immer mehr Menschen machten sich daran, ihre Speisekammer für die nächsten Wochen aufzufüllen. Einen gut bewirtschafteten Raum stellen die Vorratsräume oder -schränke in den meisten Haushalten jedoch nicht dar. Stelle dir einmal selbst die Frage, ob du gerade genau weißt, welche Lebensmittel bei dir zu Hause lagern. Kontrollierst du deine Vorräte vor jedem Einkauf? Oder kaufst du nach Gefühl ein und torpedierst damit in letzter Konsequenz deine Versuche, ökonomisch und ökologisch nachhaltiger zu leben?
Vermutlich hast du kaum einen Überblick über deine Speisekammer – und bist damit in bester Gesellschaft. Nicht selten tauchen seit Jahren abgelaufene Konserven oder bereits mit einer dicken Schimmelschicht überzogene Lebensmittel in den hintersten Ecken unserer Küchen- oder Kellerschränke auf. Beinahe im Wochentakt kaufen wir Konserven, die bereits en masse in unserer Wohnung lagern. Doch wie lässt sich das Problem effizient angehen?
Wie du Ordnung schaffen kannst
Vielleicht mistest du deine Speisekammer im Rahmen des Frühjahrsputzes aus um Ordnung zu schaffen. Doch genügt das wirklich oder ist nicht vielmehr eine wirklich lückenlose Lagerhaltung nötig, um den Überblick zu behalten? Und wie lässt sich das wiederum bewerkstelligen, wo doch kaum jemand Zeit oder Muße hat, seitenlange Exceltabellen zu füllen oder ein unübersichtliches Haushalts- und Vorratsbuch anzulegen? Glücklicherweise gibt es bessere Lösung, um den eigenen Vorrat immer im Blick zu behalten, strategisch einkaufen zu können und so Kühlschrank und Speisekammer effizient und nachhaltig zu befüllen: Mit digitalen Mitteln lässt sich die Aufbewahrung in der Speisekammer problemlos managen.
Eine große Ordnungsaktion und kleinere Erfassungen nach dem Einkauf genügen hierfür bereits. So müssen lediglich die Barcodes der eingelagerten Produkte gescannt und die Ablaufdaten manuell in die App eingefügt werden. In der Folge entsteht eine digitale Verwaltung von Kühlschrank und Speisekammer, die dafür sorgt, dass auch während des Wocheneinkaufs immer klar ist, welche Vorräte zuhause vorhanden sind. In letzter Konsequenz führt eine solche Digitalisierung der Speisekammer dazu, dass nicht mehr doppelt eingekauft wird, dass Lebensmittel nicht mehr unter dem Radar ihrem Ablaufdatum entgegensprinten, dass weniger weggeworfen und dass bares Geld gespart wird.
Aufbauend auf der Lagerhaltung lässt sich in der App eine Einkaufsliste generieren, die dem tatsächlichen und nicht bloß dem vermuteten Lebensmittelbedarf entspricht, sodass der eigene Vorrat zielgerichtet aufgestockt oder verbraucht werden kann. Der Traum vom nachhaltigen Leben muss damit nicht länger Traum bleiben.
Behalte Vorräte, Lebensmittel und haltbare Produkte im Blick, bevor aus kleinen Preissteigerungen unnötige Mehrkosten werden.
Oder direkt im Browser ausprobieren – ganz ohne InstallationGeht es auch ohne App?
Selbstverständlich lässt sich die Lebensmittelaufbewahrung in den eigenen vier Wänden auch ohne App nachhaltiger und effizienter gestalten. Der Aufwand ist in diesem Falle jedoch deutlich höher, müssen doch manuell Bestandslisten geführt und beständig aktualisiert werden. Wer kein Smartphone besitzt oder aus anderen Gründen keine App nutzen kann oder möchte, kann das Prinzip der digitalen Vorratsverwaltung jedoch prinzipiell auch analog umsetzen und so sein Ziel erreichen.
Wichtig ist dabei, die Aufbewahrung in der Speisekammer nicht nur sporadisch zu kontrollieren, sondern nach jedem Einkauf und jedem Verbrauch eine Aktualisierung der Bestandsliste vorzunehmen. Außerdem sind ohne App wieder Einkaufslisten per Hand anzulegen – der Bedarf an Lebensmitteln muss also auch hier beständig eigenständig ermittelt werden.
Fazit: Viele Wege führen zu einer nachhaltigeren Speisekammer
Abschließend bleibt also festzuhalten, dass viele Wege zu einer nachhaltigeren Speisekammer führen. All diesen Wegen ist jedoch gemein, dass sie auf eine beständige Protokollierung aller im Haus verfügbaren Lebensmittel setzen. Nur über eine solche lückenlose Erfassung ist bedarfsgerechtes Einkaufen und Verbrauchen möglich. In den Alltag integrieren lässt sich die neue Ordnungsmethode am leichtesten per App, notfalls jedoch auch auf analogem Wege. Was am Anfang vielleicht ungewohnt klingt, führt dabei am Ende zum Erfolg: Statistisch gesehen lassen sich 7,5 Kilogramm Lebensmittel pro Person und Monat retten, hinzu kommen große Einsparungen an Verpackungen, nicht zu vergessen der positive Effekt fürs Klima und für den Geldbeutel.
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Smantry 1.39: Widgets für den Home-Screen, ein neuer Haltbarkeits-Screen und eine Aufräumhilfe
Das Sommer-Update ist da – und es ist eines der größten seit langem. Smantry 1.39 bündelt alles, was seit Version 1.37 entstanden ist: Ablaufdaten landen jetzt direkt auf deinem Home-Screen, die Eingabe von Haltbarkeitsdaten hat eine eigene Seite bekommen, und für die Artikel, die man irgendwann einfach vergisst, gibt es jetzt eine Aufräumliste. Hier ist der Überblick.
Dein Vorrat auf dem Home-Screen: Widgets für iOS und Android
Der wichtigste Blick in Smantry ist der auf die Frage: Was läuft demnächst ab? Ab sofort musst du dafür die App gar nicht mehr öffnen – das Widget „Läuft bald ab“ bringt die Antwort direkt auf den Home-Screen. Auf iOS ist es neu, auf Android haben wir es in dieser Version generalüberholt: Es bekam wieder verlässlich Daten, zeigt jetzt dieselben Countdown-Texte wie auf iOS und öffnet beim Antippen die passende Liste.
Auf dem iOS-Home-Screen gibt es das Widget in zwei Größen:
- Klein: eine große Zahl zeigt, wie viele Artikel in deinem Erinnerungs-Zeitraum fällig werden – plus das dringendste Produkt.
- Mittel: mehrere Artikel mit Countdown („heute“, „morgen“, „in 3 Tagen“).
Dazu kommen auf iOS drei Lock-Screen-Widgets: rund, rechteckig und als schmale Zeile über der Uhr – für den Blick aufs Display, ohne zu entsperren.
Die Farben helfen beim Priorisieren: Rot heißt überfällig, Orange heute fällig, Gelb in den nächsten drei Tagen. Wichtig dabei: Der Zeitraum, den das Widget als „bald“ betrachtet, ist kein fester Wert – es übernimmt den Erinnerungs-Zeitraum aus deinen Einstellungen. Und wenn gerade nichts ansteht, zeigt ein grüner Haken „Dein Vorrat ist gepflegt“ – das beste Widget ist manchmal das, das dich in Ruhe lässt.
Technisch schön gelöst: Das Widget zählt die Tage selbst weiter und bleibt korrekt, auch wenn du die App gar nicht öffnest. Es braucht dafür weder Internet noch einen eigenen Datenbank-Zugriff – die App legt beim Benutzen einfach einen lokalen Schnappschuss deiner Ablaufdaten ab. Auf iOS läuft das Widget ab iOS 16.
Ein Tipp auf das Widget führt dich außerdem nicht mehr nur in die App, sondern direkt in die gefilterte Ansicht mit genau den Artikeln, um die es geht – abgelaufene inklusive.
Der neue Haltbarkeits-Screen: Datum eingeben ohne Umwege
Das MHD einzutragen ist der häufigste Handgriff in Smantry – und genau deshalb hat er jetzt eine eigene, aufgeräumte Seite bekommen. Egal ob du einen Artikel scannst oder manuell anlegst: Statt eines kleinen Dialogs mit Zahlenrädern öffnet sich der neue Haltbarkeits-Screen mit allem an einem Ort:
- Art des Datums wählen: MHD oder Verbrauchsdatum – mit einem Hinweis, der den Unterschied erklärt („Meist auch danach noch genießbar.“ gegenüber „Danach nicht mehr essen.“). Der Speichern-Button sagt dir dabei immer, was du gerade setzt: „Haltbarkeit speichern“ oder „Verbrauch speichern“.
- Schnellauswahl: „In 3 Tagen“, „In 1 Woche“, „In 2 Wochen“, „In 1 Monat“, „In 3 Monaten“, „In 1 Jahr“ – ein Tipp genügt. Für Reis, Konserven & Co. gibt es „Kein MHD (lange haltbar)“ – diese Auswahl bleibt jetzt auch zuverlässig gespeichert. Beim Einlagerungsdatum, das ja in der Vergangenheit liegt, dreht sich die Liste passend um: „Heute“, „Gestern“, „Vor 1 Woche“ und so weiter.
- Feinjustieren: Mit − und + springst du tageweise, die relative Anzeige („In 31 Tagen“) gibt dir sofort ein Gefühl fürs Datum.
- Kalender inklusive: Der eingebaute Kalender ist auf sinnvolle Jahre begrenzt – kein versehentliches Verscrollen ins Jahr 1900 mehr.
Das Einlagerungsdatum hat übrigens seinen eigenen Screen bekommen, statt sich eine Auswahlliste mit dem Ablaufdatum zu teilen. Beide Daten werden nie gleichzeitig bearbeitet – das klingt nach einem Detail, hat aber genau die Verwechslungen beseitigt, über die vorher am häufigsten Feedback kam.
Auch praktisch: Die Eingabe bleibt jetzt immer über der Tastatur sichtbar, und der Scan-Flow bricht nicht mehr ab, wenn beim allerersten Datum die Benachrichtigungs-Erlaubnis abgefragt wird.
Nur Monat und Jahr? Reicht jetzt.
Auf vielen Produkten steht kein vollständiges Datum, sondern nur „mindestens haltbar bis 05.2027“. Einer der meistgewünschten Community-Vorschläge ist deshalb jetzt umgesetzt: der „Nur Monat“-Modus.
Einfach im Haltbarkeits-Screen von „Tag genau“ auf „Nur Monat“ umschalten, „MM.JJJJ“ eintippen – fertig. Smantry speichert automatisch das Monatsende, also den letzten Tag, an dem das Produkt laut Aufdruck noch haltbar ist. Kein Rätselraten mehr, welcher Tag es denn nun sein soll.
Dass es nur der Monat war, merkt sich Smantry dabei: In der Liste, auf der Website und im PDF-Export erscheint dann auch nur der Monat – und nicht ein tagesgenaues Datum, das so nie auf der Packung stand.
Vergessene Artikel: die neue Aufräumliste
Jeder Vorrat hat sie: Artikel, die längst abgelaufen sind und trotzdem seit Wochen unangetastet in der Liste stehen. Bisher hat Smantry darauf hingewiesen – aber nichts angeboten, um sie loszuwerden.
Das ändert der neue „Aufräumen“-Screen. Er sammelt alle Artikel, die seit über 14 Tagen abgelaufen sind und seitdem nicht angefasst wurden, die am längsten überfälligen zuerst. Und er gibt dir genau zwei Knöpfe pro Artikel:
- Roter Mülleimer („Weg“) – der Artikel wandert aus dem Vorrat.
- Grüner Haken („Noch da“) – alles bleibt, wie es ist, du hast nur bestätigt, dass der Artikel noch existiert.
Auf dem Dashboard führt eine Karte hin („3 Artikel warten auf dich“), die sich automatisch versteckt, solange es nichts aufzuräumen gibt. Kein Badge, das dich dauerhaft anmahnt.
MHD oder Verbrauchsdatum? Der Unterschied zählt jetzt überall
„Mindestens haltbar bis“ ist eine Empfehlung – „zu verbrauchen bis“ eine Grenze. Smantry unterscheidet die beiden jetzt durchgängig, in der App und in der Web-Version. Beim Hackfleisch setzt du ein Verbrauchsdatum, bei den Nudeln ein MHD, und lang haltbare Artikel markierst du als „läuft nicht ab“ – sie tauchen dann gar nicht erst in den Ablauf-Warnungen auf.
Dazu passen zwei neue Filter: „noch nicht abgelaufen“ – eine Ansicht für alles, was noch gut ist, als Gegenstück zum bestehenden „abgelaufen“-Filter – und „bald ablaufend oder abgelaufen“, die Ansicht, in der du nach einem Tipp aufs Widget landest.
Erinnerungen, die zum Produkt passen
Bisher galt ein Erinnerungs-Zeitraum für alles: fünf Tage vor MHD, egal ob Joghurt oder Tiefkühlpizza. Jetzt kannst du ihn pro Artikel setzen. Im Artikel-Formular gibt es dafür das Feld „Erinnerung (Tage vor MHD)“ – lässt du es leer, gilt weiter dein Standardwert aus den Einstellungen.
Praktisch für alles, was mehr Vorlauf braucht: Bei einer Packung Fleisch, die du noch einfrieren willst, sind zwei Tage zu spät – bei Konserven sind zwei Wochen Vorwarnung dagegen nur Lärm.
Abgelaufen ist nicht gleich abgelaufen
Ein Joghurt, der drei Tage über dem MHD ist, ist eine andere Sache als eine Konserve, die drei Tage drüber ist. Deshalb kann Smantry abgelaufene Artikel jetzt im Verhältnis zu ihrer ursprünglichen Haltbarkeit bewerten, statt nur die Tage seit dem MHD zu zählen.
Die Option findest du in den Einstellungen unter „Abgelaufene Artikel nach ihrer ursprünglichen Haltbarkeit bewerten“ – zusammen mit zwei Schwellen, ab welchem Anteil der ursprünglichen Haltbarkeit ein Artikel gelb beziehungsweise rot wird. Wer es lieber schlicht mag, lässt die Option einfach aus.
Aufgebraucht oder weggeworfen? Ein Tipp macht den Unterschied
Wenn du einen Artikel aus dem Vorrat nimmst, kannst du jetzt mit einem Tipp festhalten, ob er aufgegessen oder weggeworfen wurde – direkt am Artikel mit dem Gabel- beziehungsweise Mülleimer-Button, oder beim Entfernen über den Dialog („Wurde er aufgebraucht oder musstest du ihn wegwerfen?“). Das funktioniert auch für Teilmengen, wenn du nur die Hälfte wegwerfen musstest.
Warum das wichtig ist: Smantry hilft dir, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Und das gelingt am besten, wenn du weißt, was genau bei dir regelmäßig in der Tonne landet. Diese Daten bleiben bei deinem Haushalt und werden die Grundlage für kommende Statistiken – du wirst sehen können, wie viel du wirklich rettest.
Datumsformat: TT.MM.JJJJ, auch auf Englisch
Bisher hing die Schreibweise von Datumsangaben an der App-Sprache – wer Smantry auf Englisch nutzte, bekam zwangsweise „MM/TT/JJJJ“. Das sind jetzt zwei unabhängige Einstellungen: Unter „Datumsformat“ wählst du „TT.MM.JJJJ“, „MM/TT/JJJJ“ (amerikanisch) oder „TT/MM/JJJJ“ (französisch) – unabhängig davon, in welcher Sprache die App mit dir spricht. In der App und in der Web-Version.
Weitere Neuerungen im Überblick
- Neue Einheiten: Artikel lassen sich jetzt auch in Portionen und Packungen zählen – für alles, was sich nicht in Gramm oder Litern denken lässt.
- Premium zu zweit: Dein individuelles Premium-Abo enthält jetzt eine zweite Lizenz. Lade deine:n Partner:in einfach per Einladung ins Team ein – ohne Aufpreis.
- Regal und Fach im Blick: Die Vorratsliste zeigt jetzt das Detail-Fach eines Lagerorts und das früheste MHD eines Artikels direkt in der Zeile.
- Umziehen statt löschen: Beim Löschen eines Lagerorts bietet Smantry an, die Artikel stattdessen zu verschieben – auch in den Lagerort eines anderen Haushalts.
- Filter, die bleiben: Deine Filter in der Vorratsliste überleben jetzt einen App-Neustart.
- Nichts geht mehr verloren: Wird die App mitten in der Artikel-Eingabe vom System beendet, sind deine eingetippten Daten beim nächsten Start wieder da.
- Scanner-Feinschliff: Barcodes werden jetzt auch mit Frontkamera und gedrehtem Gerät korrekt erkannt, der Scanner friert nicht mehr ein, wenn du zu ihm zurückkehrst, und wenn der Kamera-Zugriff fehlt, führt dich die App direkt in die Einstellungen.
- Siri und Kurzbefehle (iOS): In der Kurzbefehle-App findest du drei neue Smantry-Aktionen – „What expires soon?“ antwortet direkt in Siri, ohne die App zu starten. Die Aktionen brauchen iOS 17 und sind bislang nur auf Englisch verfügbar.
- E-Mails in deiner Sprache: Bestätigungs- und Passwort-Zurücksetzen-Mails kommen jetzt in der Sprache deiner App an.
- PDF-Export aufgeräumt: Die gedruckte Vorratsliste ist jetzt genauso sortiert und gefiltert wie deine Ansicht in der App.
- Abo-Verwaltung: Planwechsel funktionieren jetzt ohne Risiko einer Doppelabrechnung, und mit „Status aktualisieren“ holst du den Abo-Status nach einem Kauf sofort nach – falls er noch hinterherhinkt.
- Bessere Lesbarkeit: Große Systemschriften werden jetzt unterstützt – die Skalierung wird nach oben begrenzt, statt sie zu ignorieren, damit das Layout zusammenhält.
Jetzt aktualisieren
Smantry 1.39 steht im App Store und bei Google Play bereit. Öffne einfach den Store und lade das Update – dein Vorrat wartet schon auf sein Widget.
Du hast Feedback zu den neuen Funktionen oder eine Idee für die nächste Version? Sag es uns direkt in der App über den Support-Chat oder im Feedback-Portal. Genau daraus sind der „Nur Monat“-Modus, die Erinnerung pro Artikel und viele weitere Verbesserungen dieses Updates entstanden.

Lebensmittelverschwendung im Sommer: Warum wir ausgerechnet jetzt am meisten wegwerfen – und was dagegen hilft
Der Sommer bringt Grillabende, Urlaubsreisen und prallgefüllte Wochenmärkte. Was dabei oft übersehen wird: Ausgerechnet in den warmen Monaten landen in deutschen Haushalten besonders viele Lebensmittel im Müll. Die Gründe sind überraschend alltäglich – und mit etwas Überblick leicht zu vermeiden.
Wie groß ist das Problem? Die Zahlen
Bevor wir uns den Sommer-Besonderheiten widmen, lohnt ein Blick auf das Gesamtbild. Laut Bericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH) wurden in Deutschland im Jahr 2022 rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.
Das Erschreckende daran: Knapp 58 Prozent dieser Abfälle entstehen in privaten Haushalten – das entspricht etwa 79 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Nicht in Restaurants, nicht in Supermärkten. Bei uns zu Hause.
Die Initiative Zu gut für die Tonne fasst es so zusammen: Der größte Hebel liegt im Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher – und damit auch die größte Chance, etwas zu ändern.
Warum der Sommer die kritischste Jahreszeit ist
1. Hitze beschleunigt den Verderb
Der wichtigste Faktor ist simpel: Wärme lässt Lebensmittel schneller schlecht werden. Laut R+V Versicherung verdoppelt sich die Zahl von Bakterien bei sommerlichen Temperaturen innerhalb von nur 20 Minuten. Einzelne Lebensmittel können dadurch bereits auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause verderben – etwa wenn sie im aufgeheizten Auto transportiert werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt ausdrücklich: Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eierspeisen vertragen hohe Temperaturen besonders schlecht. Wer im Sommer die Kühlkette unterbricht, riskiert nicht nur Lebensmittelverschwendung – sondern im schlimmsten Fall auch eine Lebensmittelvergiftung.
Besonders schnell verderblich im Sommer:
- Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren)
- Weichkäse und Aufschnitt
- Avocados (schwer einzuschätzen, schnell überreif)
- Fleisch und Fisch
- Frische Kräuter
2. Wir kaufen im Sommer impulsiver
Im Winter sind die meisten Einkäufe geplant. Im Sommer locken Märkte mit frischen Erdbeeren, Grillstände mit spontanen Zutaten, und wir kaufen großzügiger ein als üblich. Das Problem: Was auf dem Markt verlockend aussieht, liegt am nächsten Tag oft vergessen im Gemüsefach – und verdirbt doppelt so schnell wie im Winter.
3. Grillabende erzeugen regelmäßig Reste
Die Grillsaison ist ein besonderes Kapitel der Lebensmittelverschwendung. Man kauft für zehn Personen, es kommen sieben. Man plant großzügig, weil der Abend spontan werden soll. Das Ergebnis: Fleisch, Grillgemüse und Salate, die niemand mehr möchte – und die im Kühlschrank schneller vergessen werden als im Winter.
4. Urlaub und unbeaufsichtigte Kühlschränke
Eines der häufigsten – und vermeidbarsten – Sommer-Szenarien: Man reist ab, ohne vorher den Kühlschrank zu checken. Rucola von letzter Woche, Joghurt kurz vor Ablauf, Käse, der eigentlich längst verbraucht sein sollte. Zwei Wochen später kommt man zurück und entsorgt alles auf einmal.
Was wirklich hilft: 5 konkrete Tipps für den Sommer
Tipp 1: Vor dem Einkauf checken, was noch da ist
Der einfachste und wirkungsvollste Schritt. Wer weiß, was noch vorhanden ist, kauft gezielter und vermeidet Doppelkäufe. Mit einer App wie Smantry reicht ein kurzer Blick vor dem Einkaufen – alle Vorräte, Kühlschrankinhalt und Ablaufdaten auf einen Blick.
Tipp 2: Kühlkette im Sommer konsequent einhalten
Tiefkühlware und frisches Fleisch immer zuletzt in den Einkaufswagen legen. Bei Hitze eine Kühltasche mitnehmen. Einkäufe direkt nach Hause und sofort in den Kühlschrank räumen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt außerdem, an heißen Tagen kleinere Mengen und dafür öfter einzukaufen.
Tipp 3: Vor dem Urlaub gezielt aufräumen
Drei bis vier Tage vor der Abreise lohnt sich ein Kühlschrank-Check: Was läuft bald ab? Was lässt sich noch verbrauchen oder einfrieren? Was kann man einer Nachbarin oder einem Nachbarn mitgeben? Wer das einmal bewusst macht, ist überrascht, wie viel sich retten lässt – und reist mit gutem Gewissen ab.
Tipp 4: Grillmengen realistisch kalkulieren
Lieber konservativ planen und bei Bedarf nachgreifen. Übrig gebliebenes Grillgemüse lässt sich hervorragend zu Salaten, Wraps oder Suppen weiterverarbeiten – aber nur wenn man noch weiß, was im Kühlschrank steht und wann es verbraucht werden sollte.
Tipp 5: Richtig lagern im Sommer
Manche Lebensmittel vertragen im Sommer ausnahmsweise auch den Kühlschrank, obwohl sie sonst lieber bei Zimmertemperatur stehen:
- Tomaten und Paprika: Im Hochsommer können sie kurzzeitig in den Kühlschrank – Aroma und Textur verändern sich leicht, aber Verderb wird vermieden
- Brot: Nicht im Kühlschrank (wird trocken und hart), aber in einem belüfteten Brotkasten oder – bei längerer Lagerung – portionsweise im Tiefkühler
- Öle: An einem dunklen, kühlen Ort lagern; bei starker Hitze kann der Kühlschrank sinnvoll sein
Das eigentliche Problem: Fehlender Überblick
Lebensmittelverschwendung entsteht selten aus Gleichgültigkeit. Sie entsteht aus Unübersichtlichkeit. Wir wissen nicht, was wir haben. Wir kaufen doppelt. Wir vergessen, was hinten im Kühlschrank steht.
Der erste Schritt ist deshalb nicht ein neues Rezept oder eine neue Gewohnheit – sondern Überblick. Wer weiß, was vorhanden ist und wann es verbraucht werden muss, trifft automatisch bessere Entscheidungen.
Die Smantry App wurde genau für dieses Problem entwickelt: als digitales Gedächtnis, das im Alltag unterstützt – ohne Aufwand, ohne Umgewöhnung, ohne schlechtes Gewissen.
Fazit: Der Sommer ist lösbar
79 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf und Jahr – das klingt nach einem strukturellen Problem, das der Einzelne kaum beeinflussen kann. Aber gerade im Sommer zeigt sich: Viele dieser Verluste entstehen in ganz konkreten Momenten. Beim zu großzügigen Grillkauf. Beim Urlaub ohne Kühlschrank-Check. Beim Vergessen des Joghurts hinter der Saftflasche.
Kleine Verhaltensänderungen haben im Sommer deshalb eine besonders direkte Wirkung. Und wer dabei ein digitales Gedächtnis nutzt, muss sich noch nicht mal besonders viel merken.
Weiterführende Quellen und Links
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – Lebensmittelabfälle in Deutschland: aktuelle Zahlen
- Zu gut für die Tonne (BMLEH-Initiative) – Lebensmittelabfälle in Zahlen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Bei Sommerhitze verderben Lebensmittel schneller
- R+V Versicherung Infocenter – Bei Hitze: Lebensmittel können schon im Auto verderben
- Verbraucherzentrale NRW – Lebensmittel richtig lagern
Smantry App – weniger wegwerfen, mehr behalten. App kostenlos herunterladen | Alle Blog-Artikel
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Smantry? Ja, wir sind's noch. Warum wir unseren Namen von Speisekammer.App zu Smantry geändert haben
Vielleicht hast du in letzter Zeit nach „Speisekammer App" gesucht und plötzlich einen anderen Namen gelesen. Vielleicht hat dich das verwirrt oder du hast gedacht, die App gibt es nicht mehr. Vielleicht bist du sogar auf eine andere App umgestiegen, weil du uns nicht wiedergefunden hast.
Das tut uns leid. Und genau deshalb schreiben wir heute diesen Artikel.
Wir sind noch da. Wir sind Smantry. Und wir erklären dir gerne, was passiert ist, warum wir diesen Schritt gegangen sind, und warum das für dich als Nutzerin oder Nutzer eigentlich nur gute Nachrichten bedeutet.
Was war Speisekammer.App überhaupt?
Speisekammer.App war der Name, mit dem wir gestartet sind. Die Idee dahinter war so einfach wie wichtig: eine App, die dir hilft, den Überblick über deinen Vorrat zu behalten, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und beim Einkaufen cleverer zu werden.
Jeden Tag landen Lebensmittel im Müll, nur weil man vergessen hat, dass noch etwas im Kühlschrank liegt. Weil man doppelt eingekauft hat. Weil das MHD übersehen wurde. Speisekammer.App wollte genau das ändern, mit einem digitalen Vorratssystem, das einfach funktioniert.
Und es hat funktioniert. Tausende von Menschen haben die App genutzt, ihre Kühlschränke besser organisiert und merklich weniger weggeworfen. Das macht uns stolz.
Aber irgendwann haben wir gemerkt: Der Name hält uns zurück.
Warum der Name Speisekammer.App an seine Grenzen gestoßen ist
Ein guter Produktname wächst mit dem Produkt mit. Und genau da lag das Problem.
„Speisekammer" ist ein wunderbares deutsches Wort. Jeder kennt es, jeder versteht es sofort. Aber es ist auch ein sehr spezifisches Wort. Es beschreibt einen Ort, einen einzelnen Raum im Haus, in dem Vorräte gelagert werden.
Was wir gebaut haben, ist längst über diesen einen Raum hinausgewachsen. Wir helfen dir nicht nur dabei, deinen Vorratsschrank zu verwalten. Wir denken mit dir gemeinsam darüber nach, wie du als Haushalt insgesamt bewusster mit Lebensmitteln umgehst: vom Einkaufszettel über die Resteverwertung bis hin zur Frage, was du diese Woche überhaupt kochen kannst, basierend auf dem, was du schon zuhause hast.
➜ Einfache Tricks für die Nutzung der Smantry-App
Dazu kommt: Der Name Speisekammer.App hat es uns schwer gemacht, international zu denken. Eine App, die nur auf Deutsch funktioniert, weil schon der Name übersetzt keinen Sinn mehr ergibt, das ist ein strukturelles Problem. Smantry hingegen funktioniert in jeder Sprache, klingt modern und lässt sich merken.
Was steckt hinter dem Namen Smantry?
Smantry ist eine Kombination aus Smart und Pantry. Also: die clevere, vorausschauende Version deiner Speisekammer.
Smart steht dabei nicht nur für intelligent im technischen Sinne. Es steht für eine neue Art, den Alltag zu denken: weniger verschwenden, bewusster konsumieren, besser planen, ohne dabei komplizierter zu leben. Ganz im Gegenteil.
➜ Smantry: Nicht perfekt – aber mit viel Herz gemacht
Pantry ist das englische Wort für Speisekammer und hat in den letzten Jahren eine Art Comeback erlebt. Immer mehr Menschen reden über Pantry-Organisation, Meal Prepping und Zero Waste Cooking. Smantry setzt genau dort an und verbindet diesen Trend mit einem praktischen, alltagstauglichen Tool.
Der Name fühlt sich vielleicht noch nicht so vertraut an wie „Speisekammer". Das verstehen wir. Neue Namen brauchen Zeit. Aber wir glauben, dass Smantry der richtige Name für das ist, was diese App heute ist und morgen noch werden wird.
Was hat sich für dich als Nutzer geändert? Spoiler: Sehr wenig
Das ist der wichtigste Abschnitt dieses Artikels, deshalb lesen wir ihn gemeinsam langsam durch.
Dein Account existiert noch. Genau so, wie du ihn hinterlassen hast.
Deine Daten sind noch da. Keine Verluste, keine Lücken, kein Neustart.
Deine Listen, deine Produkte, deine Einstellungen: alles erhalten.
Die App funktioniert weiterhin auf deinem Gerät. Du musst dich nicht neu anmelden, nichts neu einrichten, nichts neu tippen.
Was du siehst, ist ein neues Logo, ein neuer Name, eine frisch gestaltete Oberfläche, die klarer und intuitiver ist als vorher. Aber das Herzstück der App, deine Daten und das System dahinter, das ist geblieben. Wir haben nur das Haus renoviert, nicht abgerissen.
➜ Alle neuen Features in der Smantry App auf einen Blick
Warum wir diesen Artikel jetzt schreiben
Weil Vertrauen das Wichtigste ist, was wir haben.
Wir haben in den letzten Wochen und Monaten gemerkt, dass viele Nutzerinnen und Nutzer, die früher aktiv mit Speisekammer.App gearbeitet haben, uns nicht mehr finden konnten. Sie haben nach dem alten Namen gesucht und standen vor einem Fragezeichen. Manche sind gegangen, weil sie dachten, die App sei eingestellt worden.
Das war kein geplanter Übergang, das war eine Lücke. Und diese Lücke schließen wir jetzt.
Wenn du uns verloren hattest: Willkommen zurück.
Wenn du uns gerade zum ersten Mal findest: Schön, dass du hier bist.
Und wenn du schon dabei geblieben bist durch den ganzen Wandel: Danke. Ihr habt uns angetrieben.
Smantry und das Thema Lebensmittelverschwendung, eine Mission, die sich nicht geändert hat
Egal wie wir heißen, worum es uns geht, das bleibt dasselbe.
In Deutschland landen jedes Jahr Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Ein Großteil davon passiert nicht in Restaurants oder Supermärkten, sondern zuhause, in privaten Haushalten, bei dir und bei uns. Joghurt, der abgelaufen ist. Gemüse, das vergessen wurde. Die Reste vom Montag, die es nicht bis Mittwoch geschafft haben.
➜ Aus wenig viel machen: So zauberst du einfache Rezepte aus deinen Resten 🥕🥖✨
Smantry ist unsere Antwort darauf. Kein erhobener Zeigefinger, keine Verzichtslogik. Sondern ein Werkzeug, das dir den Alltag leichter macht und nebenbei dafür sorgt, dass weniger weggeworfen wird. Gut für dein Portemonnaie. Gut für die Umwelt. Gut für dein Gewissen.
Das war die Mission von Speisekammer.App. Das ist die Mission von Smantry. Kein Unterschied.
Was als nächstes kommt
Der Namenswechsel war kein Endpunkt, er war ein Neustart. In den kommenden Monaten werden wir Smantry weiterentwickeln, neue Features veröffentlichen und die Community rund um bewusstes Einkaufen und smarte Vorratshaltung weiter aufbauen.
Du kannst dabei sein.
➜ Hier geht's direkt zur Smantry App
Wenn du Fragen hast, Feedback oder einfach mal sagen möchtest, dass du froh bist, uns wiedergefunden zu haben, schreib uns. Wir lesen alles und antworten wirklich.
Das Smantry-Team
Noch Fragen zum Namenswechsel oder zur App? Schreib uns oder besuche unsere FAQ-Seite.
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Hope, der Wal und was sein Schicksal mit unserem Einkaufskorb zu tun hat
Von Bewusstsein zu Verantwortung: Warum jeder von uns beim nächsten Fischkauf an Timmys denken sollte.
Seit Anfang März 2026 hält ein Buckelwal Deutschland in Atem. „Timmy" oder liebevoll auch „Hope" genannt wurde erstmals im Hafen von Wismar gesichtet, hatte sich in einem Netz verfangen und wurde gerettet. Seitdem kämpfen Freiwillige, Tierärztinnen, Politiker und die ganze Nation emotional mit ihm. Menschenketten, Rettungsboote, Sandsäcke, Drohnen. Alles wird versucht, um dieses eine Tier zu retten.
Das ist schön. Und das ist auch gut so.
Aber es stellt uns auch eine unbequeme Frage: Warum bewegt uns ein einzelner Wal so sehr, während wir jeden Tag Produkte kaufen, die Wale und Delfine systematisch töten?
Was Timmy mit unserem Alltag verbindet
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Gleichzeitig stirbt Timmy möglicherweise genau an dem, was täglich passiert: Fischernetzen.
Sein erstes Auftreten: Er hatte sich in einem Netz verfangen.
Beifang: Die unsichtbare Katastrophe
Beifang ist weltweit die häufigste Todesursache von Meeressäugern. Was wenige wissen: Mit jedem Fischstäbchen, jeder Thunfischdose, jedem Krabbencocktail kann dieses stille Massensterben mitfinanziert werden.
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Das MSC-Siegel: Kein Freifahrtschein für Wale
Viele Verbraucher:innen vertrauen dem blauen MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) als Garant für nachhaltigen Fischfang. Das Problem: Selbst MSC-zertifizierte Produkte garantieren keinen ausreichenden Walschutz.
Laut einer Studie von NABU und BirdLife International erhielten nur 13 % der untersuchten MSC-zertifizierten Fischereien eine gute Bewertung beim Thema Beifang. Bei der überwältigenden Mehrheit gingen die ungewollten Beifangquoten von Walen, Delfinen und anderen bedrohten Arten nach der Zertifizierung nicht einmal zurück.
Auch die Whale and Dolphin Conservation Organisation (WDC) ist eindeutig: MSC-Zertifizierungen garantieren nicht, dass Wale und Delfine beim Fang nicht litten oder starben.
Welche Fischprodukte sind besonders problematisch?
Diese Produkte und Fangmethoden stehen besonders in der Kritik:
🚫 Meiden oder hinterfragen
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- Garnelen und Shrimps. Insbesondere aus Trawlerfischerei mit Grundschleppnetzen, die auch den Meeresboden zerstören; außerdem: Nordatlantische Garnelen- und Hummerfischerei trägt nachweislich zum Rückgang des nordatlantischen Glattwals bei
- Fischstäbchen, Panierter Fisch und Fertigprodukte. Hier sind Herkunft und Fangmethode oft nicht deklariert
- Krill-Produkte (Nahrungsergänzungsmittel, Omega-3 aus Krill). Krill ist die Hauptnahrungsquelle der Wale; seine Befischung entzieht ihnen buchstäblich die Lebensgrundlage
- Stellnetzfisch aus Nord- und Ostsee. Laut WDC mit hoher Wahrscheinlichkeit mit negativen Auswirkungen auf Schweinswalpopulationen verbunden
Was können wir tun? Die gute Nachricht
Der Konsum entscheidet mit. Und hier wird smantry relevant: Wer bewusst einkauft, weniger verschwendet und gezielt Alternativen wählt, tut bereits viel.
📱 So hilft die Smantry App
Wenn du mit Smantry Lebensmittel planst und Reste vermeidest, reduzierst du automatisch deinen Fußabdruck – auch für die Meere. Wer bewusster plant, kauft gezielter, greift öfter zu pflanzenbasierten Proteinen und schaut zweimal auf das Etikett beim Fisch.
Tipp: Nutze Smantry, um Fischmahlzeiten öfter durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen, z.B. Hülsenfrüchte, Pilze oder Tofu als Hauptproteinquelle und spare Fisch für Momente, in denen du wirklich weißt, was drinsteckt.
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Das Fazit: Timmy als Wendepunkt?
Millionen Menschen haben Timmy in den letzten Wochen mitgefiebert. Das zeigt, wie tief unsere Verbundenheit mit diesen faszinierenden Tieren ist. Jetzt gilt es, dieses Gefühl in Handlung zu übersetzen.
Denn während Timmys Rettung im Mittelpunkt steht, sterben täglich Wale und Delfine lautlos in Netzen. Ohne Namen, ohne Hashtag, ohne Liveblog.
Lass uns dafür sorgen, dass die Empathie für Timmy nicht mit seinem Schicksal endet. Sondern mit unserem nächsten Einkauf beginnt.
Quellen & weiterführende Links:
- WDC – Whale and Dolphin Conservation Deutschland
- NABU – Nachhaltigkeitssiegel MSC schützt Wale nicht ausreichend
- WWF – Einkaufsratgeber Fisch
- Verbraucherzentrale – „Guter Fisch"-Liste
- Wikipedia – Timmy (Buckelwal)
