Smantry 1.42: Inventur in Minuten, Mindestbestände und ein neues Gesicht
Seit Version 1.39 sind zwei Updates erschienen, und zusammen verschieben sie den Schwerpunkt der App. Bisher ging es vor allem darum, einzelne Artikel zu erfassen und im Blick zu behalten. Ab jetzt geht es um deinen Vorrat als Ganzes: Mit dem neuen Inventarmodus bringst du ein ganzes Lager in wenigen Minuten auf Stand, Mindestbestände sagen dir, was fehlt, statt nur was da ist – und die Oberfläche ist an den Stellen neu gebaut, an denen du am häufigsten tippst.
Der neue Inventarmodus: Lager für Lager auf Stand
Der häufigste Grund, warum ein Vorrat in einer App irgendwann nicht mehr stimmt, ist banal: Zwischen dem, was in der Liste steht, und dem, was im Regal liegt, öffnet sich mit der Zeit eine Lücke. Bisher blieb dir nur, Artikel einzeln zu korrigieren. Jetzt gibt es dafür einen eigenen Modus.
Der Inventarmodus startet nicht mit deinem gesamten Vorrat, sondern mit der Frage, wo du gerade stehst. Du wählst einen Lagerort – „Vorratskammer", „Tiefkühler", „Keller" – und Smantry zeigt dir nur die Artikel, die dort hinterlegt sind. Der Hinweis im Screen sagt es direkt: _„Starte die Inventur direkt vor dem Lagerort."_ Genau so ist es gedacht – Handy in der Hand, Schranktür auf.
Der Zähl-Flow selbst ist bewusst stumpf gehalten, damit er schnell geht:
- Jede Zeile zeigt Soll und Ist. Stimmt der Bestand, tippst du auf „Stimmt" – ein Tipp, nächster Artikel.
- Stimmt er nicht, korrigierst du mit − und + und bestätigst mit „Übernehmen".
- Oben läuft die Fortschrittsanzeige mit: _„12 von 30 geprüft"_. Mit dem Filter „Offen" blendest du alles aus, was du schon abgehakt hast.
- Sind alle Zeilen durch, meldet der Screen „Alles geprüft!" und du schließt die Inventur unten ab.
Zwei Details, die den Unterschied zwischen einer Zählhilfe und einem ehrlichen Vorrat ausmachen:
Welche Einheit meinst du? Liegt ein Produkt mit mehreren Haltbarkeitsdaten im Lagerort, rät Smantry nicht. Nimmst du eine Einheit weg, fragt es: _„Welche Einheit nimmst du weg?"_ – und markiert dabei, welche du zuerst verbrauchen solltest. Legst du eine dazu, fragt es umgekehrt nach dem Datum der neuen Einheit, wahlweise übernommen aus dem Vorrat oder frisch eingegeben.
Warum geht sie weg? Verringerst du eine Menge, fragt Smantry nach dem Grund: _„Hast du sie aufgebraucht oder musstest du sie wegwerfen?"_ Damit landet auch das, was bei einer Inventur wegfällt, in deiner Verschwendungs-Bilanz – und nicht in einem stillen Korrekturposten.
Die Zusammenfassung: Inventur zu Ende gedacht
Eine Inventur ist erst dann etwas wert, wenn am Ende eine Handlung steht. Deshalb endet der Modus nicht mit „gespeichert", sondern mit einer Zusammenfassung: wie viele Artikel du in diesem Lagerort geprüft hast, wie viele Bestände angepasst wurden, wie viele Artikel entfernt wurden – aufgeteilt nach aufgebraucht und weggeworfen.
Und dann kommt der Teil, der dir Arbeit abnimmt: Alles, was durch die Inventur unter deinen Mindestbestand gerutscht ist, listet Smantry direkt darunter auf – mit einem Knopf „Auf die Einkaufsliste setzen". Vom Regal zur Einkaufsliste, ohne Zwischenschritt.
Mindestbestände: endlich auch sehen, was fehlt
Damit das funktioniert, braucht Smantry eine Vorstellung davon, was „genug" ist. Die legst du in den Mindestbeständen fest – nicht mühsam pro Artikel, sondern pro Kategorie: zwei Kilo Mehl, sechs Liter Milch, zehn Packungen Nudeln. Der Screen zeigt dir laufend, wie viele Kategorien aktiv sind und was zum Erreichen noch fehlt.
Neu ist der passende Filter in der Vorratsliste: „unter Mindestbestand". Damit wird aus der Vorratsliste in einem Tipp eine Fehlliste – die Ansicht, die du vor dem Einkauf eigentlich willst. (Ein oft gewünschter Vorschlag aus dem Feedback-Portal)
Und wenn du bei null anfängst, musst du dir die Zahlen nicht ausdenken: Über „Vorlage laden" übernimmst du einen fertigen Satz Mindestbestände. Die Mengen werden dabei auf deine Personenzahl und den gewünschten Zeitraum hochgerechnet – du sagst „3 Personen, 10 Tage", Smantry rechnet.
Notvorrat nach BBK – mit echten Zahlen
Die wichtigste dieser Vorlagen ist die Vorratstabelle des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie steckt jetzt als Vorlage in Smantry, mit der veröffentlichten Tabelle als Quelle – also mit den Mengen, die dort tatsächlich stehen, nicht mit selbst geschätzten Werten. Die Quelle wird im Vorlagen-Dialog benannt, und eine Vorschau zeigt dir vor dem Anwenden, was übernommen wird.
Dazu passt eine kleine, aber wichtige Korrektur an der Vorbereitungs-Anzeige: Ein Artikel lässt sich jetzt mit „Nicht zum Notfallvorrat zählen" markieren – gedacht für alles, was zwar im Regal steht, aber im Ernstfall niemanden satt macht. Wein und Süßigkeiten stehen als Beispiel direkt im Einstellungstext. Die Aussage „Vorbereitung für 12 Tage" wird dadurch schlicht ehrlicher.
Ein neues Gesicht für die Stellen, an denen du am häufigsten bist
Parallel dazu haben wir die Oberfläche dort überarbeitet, wo am meisten passiert. Nicht als Redesign um des Redesigns willen – die Liste der Änderungen liest sich unspektakulär, genau das ist der Punkt:
- Die Vorrats-Toolbar teilt sich jetzt gleichmäßig auf Suchen, Sortieren und Filtern auf. Die Such-Pille ist beschriftet, statt nur eine Lupe zu zeigen, und die Artikelzahl steht wieder über der Liste.
- Der Hinzufügen-Button auf dem Vorrats-Screen ist deutlich größer – der zweithäufigste Handgriff der App war der kleinste Knopf.
- Der Scanner nutzt jetzt das volle Kamerabild, die Bedienelemente schweben darüber. Taschenlampe, Kamerawechsel und die manuelle Eingabe sind an einem Ort, statt das Bild zu beschneiden.
- Statt Spinnern siehst du beim Laden schimmernde Platzhalter in der Form der Inhalte, die gleich kommen. Das macht das Laden nicht schneller, aber merklich ruhiger.
- Leere Listen sind keine leeren Listen mehr, sondern erklären, was als Nächstes zu tun ist – passend zu dem Ziel, das du beim Start gewählt hast.
- Die Tab-Leiste bleibt im neuen Glas-Look, der Seiten-Header ist dafür wieder schlicht und gut lesbar. Wir hatten beides in Glas ausprobiert; das war eine Idee zu viel.
Aufräumen: aufgebraucht oder weggeworfen, jetzt auf einen Blick
Die mit 1.39 eingeführte Aufräumliste hat den Schritt bekommen, der ihr gefehlt hat. Nimmst du dort einen Artikel heraus, fragt Smantry nicht mehr in einem Textdialog nach dem Grund, sondern zeigt zwei illustrierte Karten: aufgebraucht oder weggeworfen. Der Unterschied ist in einer halben Sekunde erfasst, statt gelesen zu werden.
Dass beim Antippen der Ladekreis auf der gedrückten Karte erscheint, klingt nach einer Fußnote – es ist aber der Unterschied zwischen „ich weiß, was passiert" und „ich tippe noch mal".
Haltbarkeitsdaten: der Feinschliff
Am neuen Haltbarkeits-Screen aus 1.39 haben wir dort nachgezogen, wo Feedback kam:
- Ein Tipp statt zwei: Die Datumseingabe öffnet sich direkt, ohne Zwischenschritt.
- Die Jahresliste startet beim aktuellen Jahr – nicht mehr irgendwo in den Vierzigern, mit minutenlangem Scrollen bis heute.
- Auf dem iPad folgt der Dialog jetzt der Ausrichtung des Geräts, auch im Querformat.
- „Läuft nicht ab" wird endlich überall respektiert: keine Ablauf-Markierung in der Liste und kein MHD-Status bei Artikeln, die du als dauerhaft haltbar markiert hast.
- In der Artikel-Detailansicht steht der Ablaufstatus jetzt im Klartext, statt nur als farbiger Punkt.
Anmelden: ein Tipp, ein Konto
Die Anmeldung läuft jetzt über eine eigene, abgesicherte Anmeldeseite (`identity.smantry.com`) – und vor allem: Sie öffnet sich mit einem Tipp und weiß dabei schon, ob du dich anmelden oder registrieren wolltest. Die Fälle, in denen früher zwei Konten entstanden, weil eine E-Mail-Adresse schon mit einem anderen Anmeldeweg verknüpft war, führen jetzt zu einer Rückfrage statt zu einem Fehler.
Nebenbei: Neue Konten werden jetzt in deiner Sprache angelegt. Bisher konnte es passieren, dass Willkommens-Inhalte und E-Mails still auf Englisch kamen, obwohl die App auf Deutsch lief.
Weitere Verbesserungen
- Produktbilder in Groß: Das Antippen eines Produktbilds öffnet es wieder in der Vollansicht – auch direkt aus der Vorratsliste, und über dem Header statt darunter.
- Formular bleibt offen: Wählst du beim Anlegen eines neuen Produkts ein Foto aus, schließt sich das Formular nicht mehr – deine Eingaben bleiben stehen.
- Alle Lagerorte im Verschieben-Dialog: Beim Verschieben eines Artikels waren unter Umständen nicht alle Ziele sichtbar. Jetzt schon.
- Lagerort anlegen: Schlägt das Anlegen fehl, sagt die App das – statt still nichts zu tun. Namen aus reinen Leerzeichen lehnt sie jetzt ab.
- Drucken unter Android: Die als PDF gedruckte Vorratsliste lässt sich wieder öffnen.
- Produktdatenbank: Kann ein Produkt beim Speichern nicht mit der Produktdatenbank abgeglichen werden, erfährst du das jetzt – statt es stillschweigend zu verlieren.
- Barrierefreiheit: Filterzeilen werden korrekt als Auswahlkästchen angesagt, die Knöpfe für den Entnahmegrund haben sprechende Labels, und kleine Knöpfe halten wieder die 44-Punkt-Mindestgröße ein.
- Weniger Fehlalarme: Kurze Netzwerkaussetzer werden nicht mehr als Fehler gemeldet, und hängende Verbindungen zur Datenbank stellen sich selbst wieder her, statt in einer leeren Liste zu enden.
Und für Unternehmen: Smantry Enterprise
Ein großer Teil der Arbeit dieser beiden Versionen ist im Privathaushalt unsichtbar, weil er für Betriebe gedacht ist: Haushalte können jetzt zu einem Unternehmen gehören, mit Rollen, Sitz-basierter Abrechnung und einem Protokoll aller Bestandsänderungen. In der App siehst du davon nur, was dich betrifft – etwa den Hinweis „Dieses Konto wird von deinem Unternehmen verwaltet" – und die Möglichkeit, Material an Personen auszugeben und zurückzunehmen, direkt am Telefon.
Wenn du Smantry beruflich einsetzt: Schreib uns, wir zeigen es dir.
Jetzt aktualisieren
Smantry 1.42 steht im App Store und bei Google Play bereit. Ein Tipp auf „Aktualisieren" genügt – und dann nimm dir zehn Minuten für den neuen Inventarmodus. Ein Lagerort reicht, um zu sehen, worum es geht.
Du hast Feedback zu den neuen Funktionen oder eine Idee für die nächste Version? Sag es uns direkt in der App über den Support-Chat oder im Feedback-Portal. Der „unter Mindestbestand"-Filter, der Ein-Tipp-Kalender und der monatsgenaue Modus sind genau dort entstanden.







































































































































