Nachhaltigkeit

Einfache Tipps für Reste vom Weihnachtsmenü

Kira Zabe

25. Dezember 2021 · Lesezeit: 11 Minuten
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Habt ihr es mal wieder zu gut gemeint mit dem üppigen Weihnachtsmenü und es ist von allem wieder jede Menge übrig geblieben? Zudem ist man meist noch bei Freunden und Verwandten eingeladen und die Möglichkeit, alles zeitnah aufzuessen, rückt immer mehr aus dem Blickfeld. So passiert es leider viel zu schnell, das doch frühzeitig weggeworfen oder falsch aufbewahrt wird. Dadurch mehrt sich ungewollt die Lebensmittelverschwendung.

Wir wollen euch mit diesem Artikel Sicherheit geben, wie ihr am besten die Reste aufbewahrt und wie lange sie unbedenklich genossen werden können und weiterhin schmackhaft bleiben wie frisch gekocht.

Richtig aufbewahren in verschließbaren Boxen

Essensreste richtig aufbewahren

Mit der richtigen Aufbewahrung lässt sich die Haltbarkeit positiv beeinflussen. So sind luftdicht verschließbare Boxen oder Schraubgläser die richtige Wahl. Offene Schüsseln am besten mit nachhaltigen Bienenwachstüchern abdecken. Kochtöpfe dürfen auf keinen Fall sofort in den Kühlschrank gestellt werden, da sich in der Mitte des Topfinneren ein Wärmefeld halten kann. Das ist idealer Nährboden für die Bakterienbildung.

Die Aufbewahrung - richtiges Timing ist alles!

Der Zeitpunkt, zu dem die Speisen in den Kühlschrank gestellt werden, spielt auch eine entscheidende Rolle in puncto Haltbarkeit. Idealer weise sollten die Gerichte direkt nach dem Abkühlen oder maximal zwei Stunden später in den Kühlschrank gestellt werden. Grund ist die Raumtemperatur begünstigt die Bakterienbildung. Habt ihr nicht die Möglichkeit, alles sofort wegzustellen, ist die bessere Wahl, erst mal alles in verschlossenen Töpfen auf den Balkon oder die Terrasse zu stellen. Das ist ein guter Kühlschrankersatz.

Lebensmittelreste aufwärmen, aber richtig!

Zubereitete Lebensmittel sollten maximal ein Mal aufgewärmt werden und das bei mindestens 70° Grad. Dies stellt sicher, dass ein Großteil der Bakterien abgetötet wird. Habt ihr von den Speisen so viel übrig, dass es für mehrere Mahlzeiten reicht? Dann sollten die Lebensmittel bereits direkt nach dem Essen in Boxen oder Gläser portioniert werden. Ist euer Plan gleich am nächsten Tag die Reste zu verwerten, dann bewahrt dies im Kühlschrank auf. Die restlichen Behälter gebt ihr gleich in das Gefrierfach.

Mit diesen Tipps, können die bereits gekochten Speisen drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dennoch gilt! Kontrolliere vorher, ob alles noch wie zuvor ist. Hat das Essen einen anderen Geruch angenommen oder sieht merkwürdig aus, sollte es lieber nicht mehr verzehrt werden.

Pilze, Geflügel und Co.: So lange bleiben diese Lebensmittel frisch

Wie war das noch mal mit Omas Faustregel? Kann ich das auch so mit Pilzen machen? Wurde das Essen wirklich unverzüglich nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt? Dies sind die meisten Fragen, die beim erneuten Zubereiten von Mahlzeiten aufkommen.

Fleisch

Achtet bei der Zubereitung von Fleisch darauf, es komplett durchzugaren. Dies ist wichtig, damit beim erneuten Aufwärmen keine Keime entstehen können. Am besten erreicht ihr das, wenn die Kerntemperatur 80 °C betrug und das Fleisch innen nicht mehr rosa ist. Sehr wichtig ist es, im Anschluss kühl zu lagern. So können Steak, Hähnchen und Co. bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Greift beim Aufwärmen des Fleisches lieber zu einer Pfanne. Beim Aufwärmen in der Mikrowelle werden die Lebensmittel oft unregelmäßig erwärmt. In diesem Fall entstehen sogenannte „cold spots“ (dt. kalte Stellen). Salmonellen können in diesen Stellen sehr gut überleben.

Fisch und Meeresfrüchte

Hummer oder Garnelen sind beliebte leckerein, die an Weihnachten gerne serviert werden. Hier gilt besonders drauf zu achten, dies sofort nach dem Erkalten in den Kühlschrank zu stellen. Dann können Fisch und Co. bis zu zwei Tage aufbewahrt werden. Bei Garnelen sollte jedoch daran gedacht werden, dass sie ihre saftige Konsistenz verlieren und unter Umständen der Geschmack auch darunter leidet. Kaum zu glauben, gekochter Fisch bleibt sogar drei bis vier Tage bei entsprechender Kühlung essbar.

Beilagen

Stärkehaltige Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln und Reis sind sehr anfällig für eine spezielle Art von Bakterien, die Sporen bildet. Diese hitzeresistenten Sporen lassen sich auch beim zweiten Aufwärmen nicht richtig abtöten. Daher sollte hier vorsichtig geprüft werden, bevor die Beilagen als zweite Mahlzeit dienen.

Haltbarkeit von Nudeln und Co.
gekochte Nudeln bis zu 3-4 Tage
gegarter Reis, maximal zwei Tage
Brat- oder Pellkartoffeln halten sich circa 2-3 Tag

Vorteil von Beilagen ist, sie verlieren während des Kühlens kaum Inhaltsstoffe und schmecken auch nach mehreren Tagen im Kühlschrank gelagert wie am ersten Zubereitungstag.

Pilze

Aus früheren Zeiten ist bestimmt noch bekannt, dass Champignons, Pfifferlinge und Co. viel leichter verderben als andere Lebensmittel. Dies ist jedoch nicht richtig. Wenn die Pilze bei der Zubereitung gut durchgegart wurden und vor dem erneuten Verzehr gut erhitzt werden, können sie gut ein weiteres Mal erwärmt werden. Dennoch sollte beachtet werden, Pilze nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufzubewahren. Ansonsten können sich giftige Bakterien bilden. Dies liegt an ihrem hohen Wassergehalt. Vorsichtshalber sollten Pilze entsorgt werden, wenn diese schlecht riechen oder sind verfärbt haben.

Folgende Übersicht kann hilfreich sein:
1. Pilzgerichte nach der Zubereitung rasch abkühlen lassen.
2. Bei 2 °C bis 4 °C im Kühlschrank aufbewahren (untere Glasplatte).
3. Beim erneuten Aufwärmen eine Mindesttemperatur von 70 Grad beachten und alles gut durchhitzen.

Spinat

Zubereiteter Spinat sollte so schnell wie möglich luftdicht verpackt und kühl gestellt werden. Spinat enthält den unbedenklichen Pflanzennährstoff Nitrat. Bilden sich jedoch Bakterien, wandelt sich dieser in das gesundheitsschädliche Nitrit um. Ist euer Kühlschrank jedoch gut auf die eingelagerten Lebensmittel eingestellt, passiert dies eher selten. Jedoch sollte spätestens nach zwei Tagen der zubereitete Spinat in der Essensplanung berücksichtigt werden.

Salate

Es ist ohne Probleme möglich, Salate und Blattgemüse mehrere Tage aufzuheben. Jedoch mindert dies die Qualität. Sellerie, Rote Beete oder Mangold enthalten Nitrat, das sich wie beim Spinat in giftiges Nitrit umwandeln kann. Deshalb sollte es nicht längere Zeit bei Zimmertemperatur stehen gelassen werden. Achtet darauf, ob roh oder gekocht, es so schnell wie möglich kühl zu stellen oder im nächsten Gericht zu verarbeiten.

Eier

Das empfindlichste Lebensmittel ist wohl das Ei. Egal ob Rühr- und Spiegelei oder gekochte Eier, sie sollten kein zweites Mal erwärmt und auch nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Versucht bei Eiern immer nur so viel wie nötigt zuzubereiten und ggf. lieber noch mal nachnehmen und frisch zubereiten.

Bei allen zubereiteten Lebensmittel sollte beim Aufwärmen darauf achtet werden, dass die Reste bei mindestens 70 Grad Celsius für zwei Minuten gut durchhitzt werden.

Aufstrich aus Resten für den Weihnachtsbrunch

Rezeptideen aus dem Weihnachtsmenü

Aufstrich:
Ist bei euch ein Weihnachtsbrunch geplant oder liebt ihr Aufstrich genau so wie ich? Könnt ihr einen leckeren Aufstrich zubereiten. Hierfür übrig gebliebene gegarte Hülsenfrüchte für etwa zwei bis fünf Minuten köcheln lassen. Fügt gegartes Gemüse und Zwiebeln mit etwas Butter oder Pflanzenfett hinzu und dünstet es mit den Hülsenfrüchteschrot unter ständigem Rühren. Lasst es für fünf bis zehn Minuten köcheln und schmeckt es nach Gusto ab.

Ragout:‌‌
Ist noch Fleisch von der Gans oder Ente vom Vortag übrig? Dann lässt sich mit der Soße, Maronen und Pilzen ein leckeres Ragout kochen.

Behalte Vorräte, Lebensmittel und haltbare Produkte im Blick, bevor aus kleinen Preissteigerungen unnötige Mehrkosten werden.

Oder direkt im Browser ausprobieren – ganz ohne Installation

Eintopf:‌‌
Sind nur die Knochen (Karkasse) übrig geblieben, könnt ihr mit kaltem Wasser aufgesetzt, eine Brühe kochen. Nun noch übriges Gemüse, Suppennudeln oder Backerbsen dazu und fertig ist der Resteeintopf.

Gemüsebrühe:
‌‌Habt ihr Reste von Kräutern, Schalen und Reste der Gemüsebeilagen? Dann könnt ihr mit Wasser, Salz, Knoblauch und ein paar Pfefferkörnern eine Gemüsebrühe kochen. Diese kann als Basis für weitere Gerichte dienen.

Kartoffelplätzchen:‌‌
Ist Kartoffelpüree übrig? Könnt ihr mit etwas Mehl, Eigelb und Schnittlauch vermengt ein würziger Brei herstellen. Diesen in der Pfanne ausbacken und ihr erhaltet leckere Kartoffelplätzchen.

Auflauf:‌‌
Aus Raclette Resten lässt sich ein deftiger Auflauf zubereiten. Schwitzt die Kartoffeln mit Zwiebeln und Speck in Öl an, gebt das Essiggemüse, Crème fraîche hinzu und vermengt alles gut. Nun füllt alles in eine Auflaufform um und garniert den restlichen Raclettekäse drüber. Gebt die Form in den Backofen und lasst es überbacken bis der Käse die gewünschte Bräune erreicht.

Stollen Ade:
‌‌Ist vom Christstollen auch zu viel übrig und mittlerweile auch trocken geworden, kann dieser mit etwas Butter und einer Tasse warmer Milch übergossen werden und bekommt so wieder Pep für die nächste Runde.

Inspiration für das nächste große Fest oder Weihnachten 2022

„Meal-Prepping“ wird von vielen gerne genutzt, um sich unter der Woche dennoch gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Zudem steht man nicht täglich vor dem Problem, was man kochen soll, sondern die Basis steht bereits am Sonntag oder muss dann nur noch an den einzelnen Tagen aufgetaut werden. Auch zu Festen oder an Weihnachten funktioniert Meal-Prepping wunderbar. So muss man sich im ersten Schritt nur überlegen, was die Grundkomponenten sind und im nächsten Schritt welche Gerichte daraus gezaubert werden. Dadurch kann an mehreren Tagen Verschiedenes geschlemmt werden und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass zu viele Reste übrig bleiben.
Weiterer positiver Effekt ist, so wird Stress in der Küche vermieden, da weniger zuzubereiten ist und es müssen wenig verschiedene Lebensmittel gekauft werden, so kann langes aufhalten im Supermarkt reduziert werden. Dies ist ein großer Beitrag, um für mehr Besinnlichkeit in der stressigen Weihnachtszeit zu sorgen. Bei unserer Recherche haben wir uns von "Zu gut für die Tonne" inspirieren lassen. Den Menüvorschlag haben wir hier aufgeführt, damit ihr euch davon überzeugen könnt, wie einfach Meal-Prepping auch an Weihnachten sein kann.

Worauf kommt es bei Meal-Prepping an? Hauptkomponente ist Gemüse. Ob gebraten, gekocht oder roh – durch Gemüse seid ihr sehr flexibel und es ist immer schmackhaft. Greift auf Sorten wie Karotten, Zwiebeln, Rote Bete, Kürbis, aber auch winterliche Kohl- und Rübensorten zurück, so seid ihr saisonal, regional und abwechslungsreich aufgestellt.

Kartoffeln, Reis, Nudeln, Couscous oder Bulgur sind stärkehaltige Lebensmittel, die satt machen. Ungekocht halten sie bei richtiger Lagerung alle über mehrere Monate, außer der Kartoffel.

Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Eier, Quark oder Joghurt sind Eiweißlieferanten, die in keinem Gericht fehlen sollten. Jedoch ist hier zu beachten, dass frischer Fisch, Hack oder Geflügel auch gut gekühlt spätestens zwei Tage nach dem Kauf verzehrt werden sollten. Bei Schwein und Rind kann man maximal drei Tage vorplanen.

Auch an Feiertagen sind für Meal-Prepping die geeigneten Aufbewahrungsmöglichkeiten das A und O. Denn was bringt das best vorbereitete Menü, wenn es nicht ordentlich aufbewahrt werden kann. Festtagsschmaus Ala Meal-Prep

Hier ist ein klassischer Vorschlag für das mögliche Menü:
Heiligabend: Gänsebraten mit Rotkohl und Kartoffelpüree
Erster Weihnachtstag: Braten-Ragout mit Rotkohl-Walnuss-Salat, Kartoffeltaler und Ratatouille


Zweiter Weihnachtstag: Reste-Quiche

Ihr möchtet mehr Abwechslung auf den Tisch bringen, so lassen sich neben dem Rotkohl und den Kartoffeln, verschiedenes Gemüse wie Zwiebeln, Möhren, Zucchini, Auberginen, Paprika und Pilze mehrfach verwenden.Heiligabend

Zu Heiligabend wird der traditionelle Gänsebraten serviert. Rotkohl und Kartoffelpüree sind die geeignete Beilage, die auf den Tisch kommen. Beides lässt sich wunderbar vorbereiten und kann tiefgekühlt mehrere Wochen aufbewahrt werden. Der Rotkohl kann mit einigen alten Äpfeln, Zwiebeln und Gänseschmalz gegart werden. Nach dem Abkühlen in einem luftdichten Behälter füllen und im Tiefkühlfach lagern. Ist der Platz im Eisfach begrenzt, hält sich der vorgekochte Rotkohl auch luftdicht abgefüllt ein paar Tage im Kühlschrank. Wer hätte gedacht, dass Kartoffelpüree sich ebenfalls eingefroren, gut ohne Geschmacksverlußt aufbewahren lässt? Diesen dann an Heiligabend auftauen und fertig ist der Kartoffelbrei mit wenig Zeitaufwand. Auch der Gänsebraten kann gut vorbereitet werden. So kann nach dem Kauf der Braten gleich zubereitet werden. Wenn dieser dann eingefroren wird, genügt es ihn am Vorabend im Kühlschrank aufzutauen und an Heiligabend im gut temperierten Ofen aufzuwärmen. Jedoch das regelmäßige Kontrollieren nicht vergessen.

Erster Weihnachtstag
Die Reste des großzügig kalkulierten Weihnachtsschmauses feiern am ersten Weihnachtsfeiertag ihr Revival. So kann aus den Gänseresten, Zwiebeln und Äpfel ein Ragout gekocht werden. Zu Apfelrotkohl von Heiligabend wird ein paar Walnüssen und einem Dressing aus Essig und Öl hergestellt und es entsteht ein knackiger Salat. Reste vom Kartoffelpüree werden mit Eiern, Mehlresten und Gewürzen vermengt und in einer Pfanne zu Kartoffeltaler ausgebacken.

Zweiter Weihnachtsfeiertag
Am zweiten Weihnachtsfeiertag heißt es ran an die Reste. So lässt sich eine leckere Reste-Quiche zaubern. Alles kommt hinein, egal ob Reste vom Braten, Gemüse, Ratatouille oder überschüssige Eier und Mehl – hier kommt alles zum Einsatz.

An die Dosen fertig, los. Nu dürftet ihr gerüstet sein für die perfekte Aufbewahrung euerer Reste vom Weihnachtsmenü. Zudem habt ihr nun eine Idee wie Meal-Prepping mit dem Festmenü funktioniert. Lasst uns wissen, was es bei euch zu Weihnachten alles zu essen gab und wie ihr mit den Resten umgegangen seid. Wir sind gespannt! Schreibt uns gerne an info@speisekammer.app

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Was du wirklich brauchst

  • Twist-off- oder Weckgläser mit intakten Deckeln bzw. Gummiringen
  • Einen Topf, in dem die Gläser bis zwei Drittel im Wasser stehen können
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Schritt für Schritt

1. Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren. 2. Vorbereitetes Einkochgut (z. B. Tomatensauce, Chutney, Kompott) heiß bis 1–2 cm unter den Rand einfüllen. 3. Ränder sauber abwischen, fest verschließen. 4. Gläser ins Wasserbad stellen und je nach Rezept 30–90 Minuten bei 90–100 °C einkochen. 5. Abkühlen lassen – der Deckel muss sich nach innen wölben. Wölbt er sich nicht, ab in den Kühlschrank und zeitnah verbrauchen.

Haltbarkeit: ehrlich statt optimistisch

Sauer eingelegtes und zuckerreiches Eingekochtes hält kühl und dunkel gelagert meist 6–12 Monate. Wichtig ist weniger die Theorie als die Kontrolle: Deckel prüfen, ansehen, riechen – und im Zweifel entsorgen.

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Smantry 1.42: Inventur in Minuten, Mindestbestände und ein neues Gesicht

Seit Version 1.39 sind zwei Updates erschienen, und zusammen verschieben sie den Schwerpunkt der App. Bisher ging es vor allem darum, einzelne Artikel zu erfassen und im Blick zu behalten. Ab jetzt geht es um deinen Vorrat als Ganzes: Mit dem neuen Inventarmodus bringst du ein ganzes Lager in wenigen Minuten auf Stand, Mindestbestände sagen dir, was fehlt, statt nur was da ist – und die Oberfläche ist an den Stellen neu gebaut, an denen du am häufigsten tippst.

Der neue Inventarmodus: Lager für Lager auf Stand

Der häufigste Grund, warum ein Vorrat in einer App irgendwann nicht mehr stimmt, ist banal: Zwischen dem, was in der Liste steht, und dem, was im Regal liegt, öffnet sich mit der Zeit eine Lücke. Bisher blieb dir nur, Artikel einzeln zu korrigieren. Jetzt gibt es dafür einen eigenen Modus.

Der Inventarmodus startet nicht mit deinem gesamten Vorrat, sondern mit der Frage, wo du gerade stehst. Du wählst einen Lagerort – „Vorratskammer", „Tiefkühler", „Keller" – und Smantry zeigt dir nur die Artikel, die dort hinterlegt sind. Der Hinweis im Screen sagt es direkt: _„Starte die Inventur direkt vor dem Lagerort."_ Genau so ist es gedacht – Handy in der Hand, Schranktür auf.

Der Zähl-Flow selbst ist bewusst stumpf gehalten, damit er schnell geht:

  • Jede Zeile zeigt Soll und Ist. Stimmt der Bestand, tippst du auf „Stimmt" – ein Tipp, nächster Artikel.
  • Stimmt er nicht, korrigierst du mit − und + und bestätigst mit „Übernehmen".
  • Oben läuft die Fortschrittsanzeige mit: _„12 von 30 geprüft"_. Mit dem Filter „Offen" blendest du alles aus, was du schon abgehakt hast.
  • Sind alle Zeilen durch, meldet der Screen „Alles geprüft!" und du schließt die Inventur unten ab.

Zwei Details, die den Unterschied zwischen einer Zählhilfe und einem ehrlichen Vorrat ausmachen:

Welche Einheit meinst du? Liegt ein Produkt mit mehreren Haltbarkeitsdaten im Lagerort, rät Smantry nicht. Nimmst du eine Einheit weg, fragt es: _„Welche Einheit nimmst du weg?"_ – und markiert dabei, welche du zuerst verbrauchen solltest. Legst du eine dazu, fragt es umgekehrt nach dem Datum der neuen Einheit, wahlweise übernommen aus dem Vorrat oder frisch eingegeben.

Warum geht sie weg? Verringerst du eine Menge, fragt Smantry nach dem Grund: _„Hast du sie aufgebraucht oder musstest du sie wegwerfen?"_ Damit landet auch das, was bei einer Inventur wegfällt, in deiner Verschwendungs-Bilanz – und nicht in einem stillen Korrekturposten.

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Die Zusammenfassung: Inventur zu Ende gedacht

Eine Inventur ist erst dann etwas wert, wenn am Ende eine Handlung steht. Deshalb endet der Modus nicht mit „gespeichert", sondern mit einer Zusammenfassung: wie viele Artikel du in diesem Lagerort geprüft hast, wie viele Bestände angepasst wurden, wie viele Artikel entfernt wurden – aufgeteilt nach aufgebraucht und weggeworfen.

Und dann kommt der Teil, der dir Arbeit abnimmt: Alles, was durch die Inventur unter deinen Mindestbestand gerutscht ist, listet Smantry direkt darunter auf – mit einem Knopf „Auf die Einkaufsliste setzen". Vom Regal zur Einkaufsliste, ohne Zwischenschritt.

Mindestbestände: endlich auch sehen, was fehlt

Damit das funktioniert, braucht Smantry eine Vorstellung davon, was „genug" ist. Die legst du in den Mindestbeständen fest – nicht mühsam pro Artikel, sondern pro Kategorie: zwei Kilo Mehl, sechs Liter Milch, zehn Packungen Nudeln. Der Screen zeigt dir laufend, wie viele Kategorien aktiv sind und was zum Erreichen noch fehlt.

Neu ist der passende Filter in der Vorratsliste: „unter Mindestbestand". Damit wird aus der Vorratsliste in einem Tipp eine Fehlliste – die Ansicht, die du vor dem Einkauf eigentlich willst. (Ein oft gewünschter Vorschlag aus dem Feedback-Portal)

Und wenn du bei null anfängst, musst du dir die Zahlen nicht ausdenken: Über „Vorlage laden" übernimmst du einen fertigen Satz Mindestbestände. Die Mengen werden dabei auf deine Personenzahl und den gewünschten Zeitraum hochgerechnet – du sagst „3 Personen, 10 Tage", Smantry rechnet.

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Notvorrat nach BBK – mit echten Zahlen

Die wichtigste dieser Vorlagen ist die Vorratstabelle des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie steckt jetzt als Vorlage in Smantry, mit der veröffentlichten Tabelle als Quelle – also mit den Mengen, die dort tatsächlich stehen, nicht mit selbst geschätzten Werten. Die Quelle wird im Vorlagen-Dialog benannt, und eine Vorschau zeigt dir vor dem Anwenden, was übernommen wird.

Dazu passt eine kleine, aber wichtige Korrektur an der Vorbereitungs-Anzeige: Ein Artikel lässt sich jetzt mit „Nicht zum Notfallvorrat zählen" markieren – gedacht für alles, was zwar im Regal steht, aber im Ernstfall niemanden satt macht. Wein und Süßigkeiten stehen als Beispiel direkt im Einstellungstext. Die Aussage „Vorbereitung für 12 Tage" wird dadurch schlicht ehrlicher.

Ein neues Gesicht für die Stellen, an denen du am häufigsten bist

Parallel dazu haben wir die Oberfläche dort überarbeitet, wo am meisten passiert. Nicht als Redesign um des Redesigns willen – die Liste der Änderungen liest sich unspektakulär, genau das ist der Punkt:

  • Die Vorrats-Toolbar teilt sich jetzt gleichmäßig auf Suchen, Sortieren und Filtern auf. Die Such-Pille ist beschriftet, statt nur eine Lupe zu zeigen, und die Artikelzahl steht wieder über der Liste.
  • Der Hinzufügen-Button auf dem Vorrats-Screen ist deutlich größer – der zweithäufigste Handgriff der App war der kleinste Knopf.
  • Der Scanner nutzt jetzt das volle Kamerabild, die Bedienelemente schweben darüber. Taschenlampe, Kamerawechsel und die manuelle Eingabe sind an einem Ort, statt das Bild zu beschneiden.
  • Statt Spinnern siehst du beim Laden schimmernde Platzhalter in der Form der Inhalte, die gleich kommen. Das macht das Laden nicht schneller, aber merklich ruhiger.
  • Leere Listen sind keine leeren Listen mehr, sondern erklären, was als Nächstes zu tun ist – passend zu dem Ziel, das du beim Start gewählt hast.
  • Die Tab-Leiste bleibt im neuen Glas-Look, der Seiten-Header ist dafür wieder schlicht und gut lesbar. Wir hatten beides in Glas ausprobiert; das war eine Idee zu viel.
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Aufräumen: aufgebraucht oder weggeworfen, jetzt auf einen Blick

Die mit 1.39 eingeführte Aufräumliste hat den Schritt bekommen, der ihr gefehlt hat. Nimmst du dort einen Artikel heraus, fragt Smantry nicht mehr in einem Textdialog nach dem Grund, sondern zeigt zwei illustrierte Karten: aufgebraucht oder weggeworfen. Der Unterschied ist in einer halben Sekunde erfasst, statt gelesen zu werden.

Dass beim Antippen der Ladekreis auf der gedrückten Karte erscheint, klingt nach einer Fußnote – es ist aber der Unterschied zwischen „ich weiß, was passiert" und „ich tippe noch mal".

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Haltbarkeitsdaten: der Feinschliff

Am neuen Haltbarkeits-Screen aus 1.39 haben wir dort nachgezogen, wo Feedback kam:

  • Ein Tipp statt zwei: Die Datumseingabe öffnet sich direkt, ohne Zwischenschritt.
  • Die Jahresliste startet beim aktuellen Jahr – nicht mehr irgendwo in den Vierzigern, mit minutenlangem Scrollen bis heute.
  • Auf dem iPad folgt der Dialog jetzt der Ausrichtung des Geräts, auch im Querformat.
  • „Läuft nicht ab" wird endlich überall respektiert: keine Ablauf-Markierung in der Liste und kein MHD-Status bei Artikeln, die du als dauerhaft haltbar markiert hast.
  • In der Artikel-Detailansicht steht der Ablaufstatus jetzt im Klartext, statt nur als farbiger Punkt.

Anmelden: ein Tipp, ein Konto

Die Anmeldung läuft jetzt über eine eigene, abgesicherte Anmeldeseite (`identity.smantry.com`) – und vor allem: Sie öffnet sich mit einem Tipp und weiß dabei schon, ob du dich anmelden oder registrieren wolltest. Die Fälle, in denen früher zwei Konten entstanden, weil eine E-Mail-Adresse schon mit einem anderen Anmeldeweg verknüpft war, führen jetzt zu einer Rückfrage statt zu einem Fehler.

Nebenbei: Neue Konten werden jetzt in deiner Sprache angelegt. Bisher konnte es passieren, dass Willkommens-Inhalte und E-Mails still auf Englisch kamen, obwohl die App auf Deutsch lief.

Weitere Verbesserungen

  • Produktbilder in Groß: Das Antippen eines Produktbilds öffnet es wieder in der Vollansicht – auch direkt aus der Vorratsliste, und über dem Header statt darunter.
  • Formular bleibt offen: Wählst du beim Anlegen eines neuen Produkts ein Foto aus, schließt sich das Formular nicht mehr – deine Eingaben bleiben stehen.
  • Alle Lagerorte im Verschieben-Dialog: Beim Verschieben eines Artikels waren unter Umständen nicht alle Ziele sichtbar. Jetzt schon.
  • Lagerort anlegen: Schlägt das Anlegen fehl, sagt die App das – statt still nichts zu tun. Namen aus reinen Leerzeichen lehnt sie jetzt ab.
  • Drucken unter Android: Die als PDF gedruckte Vorratsliste lässt sich wieder öffnen.
  • Produktdatenbank: Kann ein Produkt beim Speichern nicht mit der Produktdatenbank abgeglichen werden, erfährst du das jetzt – statt es stillschweigend zu verlieren.
  • Barrierefreiheit: Filterzeilen werden korrekt als Auswahlkästchen angesagt, die Knöpfe für den Entnahmegrund haben sprechende Labels, und kleine Knöpfe halten wieder die 44-Punkt-Mindestgröße ein.
  • Weniger Fehlalarme: Kurze Netzwerkaussetzer werden nicht mehr als Fehler gemeldet, und hängende Verbindungen zur Datenbank stellen sich selbst wieder her, statt in einer leeren Liste zu enden.

Und für Unternehmen: Smantry Enterprise

Ein großer Teil der Arbeit dieser beiden Versionen ist im Privathaushalt unsichtbar, weil er für Betriebe gedacht ist: Haushalte können jetzt zu einem Unternehmen gehören, mit Rollen, Sitz-basierter Abrechnung und einem Protokoll aller Bestandsänderungen. In der App siehst du davon nur, was dich betrifft – etwa den Hinweis „Dieses Konto wird von deinem Unternehmen verwaltet" – und die Möglichkeit, Material an Personen auszugeben und zurückzunehmen, direkt am Telefon.

Wenn du Smantry beruflich einsetzt: Schreib uns, wir zeigen es dir.

Jetzt aktualisieren

Smantry 1.42 steht im App Store und bei Google Play bereit. Ein Tipp auf „Aktualisieren" genügt – und dann nimm dir zehn Minuten für den neuen Inventarmodus. Ein Lagerort reicht, um zu sehen, worum es geht.

Du hast Feedback zu den neuen Funktionen oder eine Idee für die nächste Version? Sag es uns direkt in der App über den Support-Chat oder im Feedback-Portal. Der „unter Mindestbestand"-Filter, der Ein-Tipp-Kalender und der monatsgenaue Modus sind genau dort entstanden.

27. September 2026
8 Min. gelesen
Zwei Screenshots aus Smantry 1.39: das Widget „Läuft bald ab“ auf dem Android-Home-Screen und der neue Haltbarkeits-Screen

Smantry 1.39: Widgets für den Home-Screen, ein neuer Haltbarkeits-Screen und eine Aufräumhilfe

Das Sommer-Update ist da – und es ist eines der größten seit langem. Smantry 1.39 bündelt alles, was seit Version 1.37 entstanden ist: Ablaufdaten landen jetzt direkt auf deinem Home-Screen, die Eingabe von Haltbarkeitsdaten hat eine eigene Seite bekommen, und für die Artikel, die man irgendwann einfach vergisst, gibt es jetzt eine Aufräumliste. Hier ist der Überblick.

Dein Vorrat auf dem Home-Screen: Widgets für iOS und Android

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Der wichtigste Blick in Smantry ist der auf die Frage: Was läuft demnächst ab? Ab sofort musst du dafür die App gar nicht mehr öffnen – das Widget „Läuft bald ab“ bringt die Antwort direkt auf den Home-Screen. Auf iOS ist es neu, auf Android haben wir es in dieser Version generalüberholt: Es bekam wieder verlässlich Daten, zeigt jetzt dieselben Countdown-Texte wie auf iOS und öffnet beim Antippen die passende Liste.

Auf dem iOS-Home-Screen gibt es das Widget in zwei Größen:

  • Klein: eine große Zahl zeigt, wie viele Artikel in deinem Erinnerungs-Zeitraum fällig werden – plus das dringendste Produkt.
  • Mittel: mehrere Artikel mit Countdown („heute“, „morgen“, „in 3 Tagen“).

Dazu kommen auf iOS drei Lock-Screen-Widgets: rund, rechteckig und als schmale Zeile über der Uhr – für den Blick aufs Display, ohne zu entsperren.

Die Farben helfen beim Priorisieren: Rot heißt überfällig, Orange heute fällig, Gelb in den nächsten drei Tagen. Wichtig dabei: Der Zeitraum, den das Widget als „bald“ betrachtet, ist kein fester Wert – es übernimmt den Erinnerungs-Zeitraum aus deinen Einstellungen. Und wenn gerade nichts ansteht, zeigt ein grüner Haken „Dein Vorrat ist gepflegt“ – das beste Widget ist manchmal das, das dich in Ruhe lässt.

Technisch schön gelöst: Das Widget zählt die Tage selbst weiter und bleibt korrekt, auch wenn du die App gar nicht öffnest. Es braucht dafür weder Internet noch einen eigenen Datenbank-Zugriff – die App legt beim Benutzen einfach einen lokalen Schnappschuss deiner Ablaufdaten ab. Auf iOS läuft das Widget ab iOS 16.

Ein Tipp auf das Widget führt dich außerdem nicht mehr nur in die App, sondern direkt in die gefilterte Ansicht mit genau den Artikeln, um die es geht – abgelaufene inklusive.

Der neue Haltbarkeits-Screen: Datum eingeben ohne Umwege

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Das MHD einzutragen ist der häufigste Handgriff in Smantry – und genau deshalb hat er jetzt eine eigene, aufgeräumte Seite bekommen. Egal ob du einen Artikel scannst oder manuell anlegst: Statt eines kleinen Dialogs mit Zahlenrädern öffnet sich der neue Haltbarkeits-Screen mit allem an einem Ort:

  • Art des Datums wählen: MHD oder Verbrauchsdatum – mit einem Hinweis, der den Unterschied erklärt („Meist auch danach noch genießbar.“ gegenüber „Danach nicht mehr essen.“). Der Speichern-Button sagt dir dabei immer, was du gerade setzt: „Haltbarkeit speichern“ oder „Verbrauch speichern“.
  • Schnellauswahl: „In 3 Tagen“, „In 1 Woche“, „In 2 Wochen“, „In 1 Monat“, „In 3 Monaten“, „In 1 Jahr“ – ein Tipp genügt. Für Reis, Konserven & Co. gibt es „Kein MHD (lange haltbar)“ – diese Auswahl bleibt jetzt auch zuverlässig gespeichert. Beim Einlagerungsdatum, das ja in der Vergangenheit liegt, dreht sich die Liste passend um: „Heute“, „Gestern“, „Vor 1 Woche“ und so weiter.
  • Feinjustieren: Mit − und + springst du tageweise, die relative Anzeige („In 31 Tagen“) gibt dir sofort ein Gefühl fürs Datum.
  • Kalender inklusive: Der eingebaute Kalender ist auf sinnvolle Jahre begrenzt – kein versehentliches Verscrollen ins Jahr 1900 mehr.

Das Einlagerungsdatum hat übrigens seinen eigenen Screen bekommen, statt sich eine Auswahlliste mit dem Ablaufdatum zu teilen. Beide Daten werden nie gleichzeitig bearbeitet – das klingt nach einem Detail, hat aber genau die Verwechslungen beseitigt, über die vorher am häufigsten Feedback kam.

Auch praktisch: Die Eingabe bleibt jetzt immer über der Tastatur sichtbar, und der Scan-Flow bricht nicht mehr ab, wenn beim allerersten Datum die Benachrichtigungs-Erlaubnis abgefragt wird.

Nur Monat und Jahr? Reicht jetzt.

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Auf vielen Produkten steht kein vollständiges Datum, sondern nur „mindestens haltbar bis 05.2027“. Einer der meistgewünschten Community-Vorschläge ist deshalb jetzt umgesetzt: der „Nur Monat“-Modus.

Einfach im Haltbarkeits-Screen von „Tag genau“ auf „Nur Monat“ umschalten, „MM.JJJJ“ eintippen – fertig. Smantry speichert automatisch das Monatsende, also den letzten Tag, an dem das Produkt laut Aufdruck noch haltbar ist. Kein Rätselraten mehr, welcher Tag es denn nun sein soll.

Dass es nur der Monat war, merkt sich Smantry dabei: In der Liste, auf der Website und im PDF-Export erscheint dann auch nur der Monat – und nicht ein tagesgenaues Datum, das so nie auf der Packung stand.

Vergessene Artikel: die neue Aufräumliste

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Jeder Vorrat hat sie: Artikel, die längst abgelaufen sind und trotzdem seit Wochen unangetastet in der Liste stehen. Bisher hat Smantry darauf hingewiesen – aber nichts angeboten, um sie loszuwerden.

Das ändert der neue „Aufräumen“-Screen. Er sammelt alle Artikel, die seit über 14 Tagen abgelaufen sind und seitdem nicht angefasst wurden, die am längsten überfälligen zuerst. Und er gibt dir genau zwei Knöpfe pro Artikel:

  • Roter Mülleimer („Weg“) – der Artikel wandert aus dem Vorrat.
  • Grüner Haken („Noch da“) – alles bleibt, wie es ist, du hast nur bestätigt, dass der Artikel noch existiert.

Auf dem Dashboard führt eine Karte hin („3 Artikel warten auf dich“), die sich automatisch versteckt, solange es nichts aufzuräumen gibt. Kein Badge, das dich dauerhaft anmahnt.

MHD oder Verbrauchsdatum? Der Unterschied zählt jetzt überall

„Mindestens haltbar bis“ ist eine Empfehlung – „zu verbrauchen bis“ eine Grenze. Smantry unterscheidet die beiden jetzt durchgängig, in der App und in der Web-Version. Beim Hackfleisch setzt du ein Verbrauchsdatum, bei den Nudeln ein MHD, und lang haltbare Artikel markierst du als „läuft nicht ab“ – sie tauchen dann gar nicht erst in den Ablauf-Warnungen auf.

Dazu passen zwei neue Filter: „noch nicht abgelaufen“ – eine Ansicht für alles, was noch gut ist, als Gegenstück zum bestehenden „abgelaufen“-Filter – und „bald ablaufend oder abgelaufen“, die Ansicht, in der du nach einem Tipp aufs Widget landest.

Erinnerungen, die zum Produkt passen

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Bisher galt ein Erinnerungs-Zeitraum für alles: fünf Tage vor MHD, egal ob Joghurt oder Tiefkühlpizza. Jetzt kannst du ihn pro Artikel setzen. Im Artikel-Formular gibt es dafür das Feld „Erinnerung (Tage vor MHD)“ – lässt du es leer, gilt weiter dein Standardwert aus den Einstellungen.

Praktisch für alles, was mehr Vorlauf braucht: Bei einer Packung Fleisch, die du noch einfrieren willst, sind zwei Tage zu spät – bei Konserven sind zwei Wochen Vorwarnung dagegen nur Lärm.

Abgelaufen ist nicht gleich abgelaufen

Ein Joghurt, der drei Tage über dem MHD ist, ist eine andere Sache als eine Konserve, die drei Tage drüber ist. Deshalb kann Smantry abgelaufene Artikel jetzt im Verhältnis zu ihrer ursprünglichen Haltbarkeit bewerten, statt nur die Tage seit dem MHD zu zählen.

Die Option findest du in den Einstellungen unter „Abgelaufene Artikel nach ihrer ursprünglichen Haltbarkeit bewerten“ – zusammen mit zwei Schwellen, ab welchem Anteil der ursprünglichen Haltbarkeit ein Artikel gelb beziehungsweise rot wird. Wer es lieber schlicht mag, lässt die Option einfach aus.

Aufgebraucht oder weggeworfen? Ein Tipp macht den Unterschied

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Wenn du einen Artikel aus dem Vorrat nimmst, kannst du jetzt mit einem Tipp festhalten, ob er aufgegessen oder weggeworfen wurde – direkt am Artikel mit dem Gabel- beziehungsweise Mülleimer-Button, oder beim Entfernen über den Dialog („Wurde er aufgebraucht oder musstest du ihn wegwerfen?“). Das funktioniert auch für Teilmengen, wenn du nur die Hälfte wegwerfen musstest.

Warum das wichtig ist: Smantry hilft dir, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Und das gelingt am besten, wenn du weißt, was genau bei dir regelmäßig in der Tonne landet. Diese Daten bleiben bei deinem Haushalt und werden die Grundlage für kommende Statistiken – du wirst sehen können, wie viel du wirklich rettest.

Datumsformat: TT.MM.JJJJ, auch auf Englisch

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Bisher hing die Schreibweise von Datumsangaben an der App-Sprache – wer Smantry auf Englisch nutzte, bekam zwangsweise „MM/TT/JJJJ“. Das sind jetzt zwei unabhängige Einstellungen: Unter „Datumsformat“ wählst du „TT.MM.JJJJ“, „MM/TT/JJJJ“ (amerikanisch) oder „TT/MM/JJJJ“ (französisch) – unabhängig davon, in welcher Sprache die App mit dir spricht. In der App und in der Web-Version.

Weitere Neuerungen im Überblick

  • Neue Einheiten: Artikel lassen sich jetzt auch in Portionen und Packungen zählen – für alles, was sich nicht in Gramm oder Litern denken lässt.
  • Premium zu zweit: Dein individuelles Premium-Abo enthält jetzt eine zweite Lizenz. Lade deine:n Partner:in einfach per Einladung ins Team ein – ohne Aufpreis.
  • Regal und Fach im Blick: Die Vorratsliste zeigt jetzt das Detail-Fach eines Lagerorts und das früheste MHD eines Artikels direkt in der Zeile.
  • Umziehen statt löschen: Beim Löschen eines Lagerorts bietet Smantry an, die Artikel stattdessen zu verschieben – auch in den Lagerort eines anderen Haushalts.
  • Filter, die bleiben: Deine Filter in der Vorratsliste überleben jetzt einen App-Neustart.
  • Nichts geht mehr verloren: Wird die App mitten in der Artikel-Eingabe vom System beendet, sind deine eingetippten Daten beim nächsten Start wieder da.
  • Scanner-Feinschliff: Barcodes werden jetzt auch mit Frontkamera und gedrehtem Gerät korrekt erkannt, der Scanner friert nicht mehr ein, wenn du zu ihm zurückkehrst, und wenn der Kamera-Zugriff fehlt, führt dich die App direkt in die Einstellungen.
  • Siri und Kurzbefehle (iOS): In der Kurzbefehle-App findest du drei neue Smantry-Aktionen – „What expires soon?“ antwortet direkt in Siri, ohne die App zu starten. Die Aktionen brauchen iOS 17 und sind bislang nur auf Englisch verfügbar.
  • E-Mails in deiner Sprache: Bestätigungs- und Passwort-Zurücksetzen-Mails kommen jetzt in der Sprache deiner App an.
  • PDF-Export aufgeräumt: Die gedruckte Vorratsliste ist jetzt genauso sortiert und gefiltert wie deine Ansicht in der App.
  • Abo-Verwaltung: Planwechsel funktionieren jetzt ohne Risiko einer Doppelabrechnung, und mit „Status aktualisieren“ holst du den Abo-Status nach einem Kauf sofort nach – falls er noch hinterherhinkt.
  • Bessere Lesbarkeit: Große Systemschriften werden jetzt unterstützt – die Skalierung wird nach oben begrenzt, statt sie zu ignorieren, damit das Layout zusammenhält.

Jetzt aktualisieren

Smantry 1.39 steht im App Store und bei Google Play bereit. Öffne einfach den Store und lade das Update – dein Vorrat wartet schon auf sein Widget.

Du hast Feedback zu den neuen Funktionen oder eine Idee für die nächste Version? Sag es uns direkt in der App über den Support-Chat oder im Feedback-Portal. Genau daraus sind der „Nur Monat“-Modus, die Erinnerung pro Artikel und viele weitere Verbesserungen dieses Updates entstanden.

19. August 2026
8 Min. gelesen